Frau als Sexobjekt benutzt → Schuld an Abtreibung!

Aktualisiert: 3. Sept 2019

Wie kann man sich erlauben, anderen Schuld an Abtreibungen zu geben, obwohl die Frau die Entscheidung trifft? Beispielsweise, wenn er einen Dreck auf Verhütung gibt und sie als Sexobjekt benutzt

Frau nach Sex so behandelt, dass sie das von dir hält? Du bist mitschuldig an der Abtreibung!

Grüß Gott zusammen!



Zum Einstieg ein Fall mit einfachem Nachweis der Mitschuld, eine Frau schildert ausführlich die Umstände ihrer Abtreibung. Nicht vergessen: Angeprangert wird, was der Schwangeren Ja zum Kind erschwert. Angeprangert wird nicht, was sie möglicherweise falsch gemacht hat.



1. Unvergnügliche Intimitäten



„Ich war zu Besuch in einer fremden Stadt und schlief in einer Wohngemeinschaft von Freunden, in der ich einen jungen Mann kennenlernte. Es war mein letzter Abend und wir kifften.“


Es geht weiter, wie aufgrund der Artikelthematik zu erwarten ist.


„Weder in der Nacht noch am nächsten Tag redeten wir über die Art und Weise, wie wir verhütet hatten, beziehungsweise, wie wir nicht verhütet hatten. Ich dachte eigentlich, dass er nicht ohne Kondom in mir gekommen ist. Vor seinem Orgasmus hatte er den Penis rausgezogen kurz onaniert und dann auf meinem Bauch abgespritzt. Ich war froh, dass er endlich gekommen war.“

Zu Erinnerung, es geht hier darum, sein Verhalten zu werten, nicht ihres.


Sein Verhalten ist hier mindestens unverantwortlich; er hat beim Spaß haben folgende Punkte völlig ignoriert/waren ihm egal:


  • mögliche Schwangerschaft („rausgezogen“ kann man kaum Verhütungsmethode nennen);

  • Geschlechtskrankheiten;

  • ob sie durch Kiffen nicht mehr einwilligungsfähig ist und ob es deshalb eine Vergewaltigung wäre (war es wohl nicht; aber ob es eine war, war ihm egal);

  • ihr Nachname, ihre Telefonnummer und/oder ihre Wohnadresse, jeweils relevant hätte er sie wiedersehen wollen („Er fragte mich nicht nach meiner Nummer, gab mir aber einen Kuss auf die Wange und ging. Bevor ich sein Zimmer verließ, suchte ich nach einem Stück Papier und einem Stift, um meine Nummer zu hinterlassen.“);

  • ihr Vergnügen an den Intimitäten („als er ohne Gummi in mich hinein glitt, dachte ich nur, dass es so „vielleicht schneller gehen würde““ und „Ich war froh, dass er endlich gekommen war.“ spricht gegen Vergnügen; Randbemerkung: ich würde es als Schlechtleistung meinerseits qualifizieren, wenn eine Frau so Intimitäten mit mir bewertet/beschreibt).

Er hat sie somit als „Sexobjekt“ für seinen Spaß BENUTZT. Ihr war das nicht unmittelbar klar:


Mit einem Ich-könnte-mich-verlieben-Gefühl machte ich mich auf den Weg nach Brüssel, wo ich für zwei Wochen eine Freundin besuchte.“


Sie war emotional offen für eine längerfristige Beziehung.


Nur bei ihrer Rückkehr nimmt er ihre Anrufe nicht an und weicht ihr aus, als sie ihn doch erreicht.


Als sie ihn dann doch persönlich antrifft:

„Am Abend holte ich den Rucksack und hörte laute Musik aus dem Zimmer, in dem ich die Nacht vor zwei Wochen verbracht hatte. Ich klopfte zwei Mal an. Nach dem dritten Mal hörte ich ein „Ja?“. Ich machte die Tür auf und sah zuerst sie, dann ihn. Sie saß Oberkörper frei auf seinem Bett, mit dem Rücken zu mir, auf welchem ihre langen blonden Haare ruhten. Er lag, ebenfalls nackt, hinter ihr und schaute mich gelassen an. Ich stockte und wusste nicht, was ich sagen sollte. Dann hörte ich mich „Ciao“ sagen, sah mich rückwärts aus dem Zimmer gehen, schloss die Tür, verließ die Wohnung und eilte zum Bahnhof. Ich weinte kurz und schwor mir dann, nicht weiter an den Typen zu denken. Sofort blockierte ich seine Nummer, löschte sie aber nicht.““


ist er nackt mit dem mutmaßlich nächstem „Sexobjekt“ im Bett. Zwei Wochen sind ja eine so unerträglich lange Zeit.


Sie hakt ihn verständlicherweise emotional ab:


„In den darauffolgenden Tagen traf ich viele Freunde. Manchen erzählte ich von meiner Begegnung mit „dem Modell“, wie ich den Kerl nur noch abwertend nannte. Im Allgemeinen gelang es mir gut, dieser kurzen Romanze nicht hinterher zu trauern.“


Dann gibt es den positiven Schwangerschaftstest:


„Ich sagte zu mir selbst: „Jetzt bloß nicht durchdrehen, nur die Nerven behalten“. Ich stieg in die Dusche und meine Verzweiflung brach aus mir raus. Ich heulte, als würde es kein Morgen geben. Als ich aus der Dusche kam, waren die zwei Striche noch immer auf dem Stäbchen. Die bittere Gewissheit über meine Vermutung, die Strafe für eine unvernünftige Nacht.“


Dass sie die Schwangerschaft sofort als „Strafe“ einstuft, macht einen hypothetischen Weg zu einem „Ja zum Kind“ erheblich schwerer. Denn Kind und Schwangerschaft sind schon schwierig genug, wenn frau sich auf das Kind freut. Wenn frau das Kind als Strafe sieht, wird ein „Ja zum Kind“ viel schwerer.


SCHLUSSFOLGERUNG:


Was ursächlich dafür war, dass sie diese Schwangerschaft als Strafe“ sieht, ist auch ursächlich dafür, ihr das „Ja zum Kind“ zu erschweren.



2. Ursachen für Kind als Strafe